teach out

Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung bieten wir Fortbildungen und Beratungen für Pädagog_innen an Schulen und in der Kinder- und Jugendhilfe an. Dieses Angebot richtet sich an alle, die mit Kindern und Jugendlichen zusammen arbeiten oder arbeiten werden, also an Lehrer_innen, Referendar_innen, Student_innen, Erzieher_innen, Sozialpädagog_innen, Schulpsycholog_innen usw.

Fortbildungen

Unsere Fortbildungen vermitteln Fachwissen zu folgenden Themen:

• Lebenssituationen von lgbtiq Kindern und Jugendlichen,
• Wirkungsweisen von struktureller Diskriminierung, Vorurteilen und Stereotypen,
• Mehrfachzugehörigkeiten
• Interventionsstrategien bei Diskriminierung und Mobbing.

Mithilfe abwechslungsreicher Methoden können Sie sich in die Situation von lgbtiq Kindern und Jugendlichen hineinversetzen und Ihre eigene Position reflektieren. Gemeinsam werden Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis entwickelt. Wir beantworten Fragen, machen auf aktuelle Studien zum Themenfeld aufmerksam und stellen Arbeitsmaterialien und Methoden zum Einsatz im Unterricht vor.

Der Umfang unserer Fortbildungen kann zwischen einigen Stunden und einem ganzen Tag liegen. Dauer und inhaltliche Schwerpunkte passen wir anhand eines Vorgesprächs an Ihre Bedürfnisse an.

Pädagogische Beratungen

In der pädagogischen Einzelberatung nehmen wir uns Zeit für konkrete Anliegen und Probleme. In diesem Rahmen können wir Sie auch bei der Vorbereitung von Unterrichtseinheiten oder Projekttagen zu Themen wie Geschlecht, Sexualität und Antidiskriminierungsarbeit unterstützen.

Einen Eindruck von unserer Arbeit erhalten Sie auch in unserem Info-Film.

Ein Thema für alle

Damit alle Schüler_innen sich in der Schule wohl fühlen und erfolgreich lernen können, braucht es Lehrkräfte, die sie mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten wahrnehmen und unterstützen und die bei Diskriminierungen und Mobbing erfolgreich eingreifen. Je mehr Sie als Lehrer_in über die möglichen Bedürfnisse in Ihrer Klasse wissen, desto leichter können Sie diese wahrnehmen und angemessen darauf reagieren.

Lgbtiq Jugendliche

Lgbtiq Kinder und Jugendliche gibt es in jeder Schulklasse. Trotz zunehmender gesellschaftlicher Sichtbarkeit ist ihr Alltag häufig von Ausgrenzung und Angst bestimmt. Schwulen- und lesbenfeindliche Schimpfwörter, Isolation und Mobbing sind in Schulen und Jugendeinrichtungen weit verbreitet. Viele lgbtiq Jugendliche reagieren darauf mit Verhaltensauffälligkeiten, Essstörungen, Selbstverletzungen oder Drogenkonsum. Schlechte Schulabschlüsse und ein schwieriger Start ins Berufsleben sind häufige Folgen.

Heterosexuelle Jugendliche

Auch für heterosexuelle und cisgeschlechtliche Kinder und Jugendliche sind lgbtiq Lebensweisen kein lebensfernes Thema. Viele von ihnen haben eine lesbische Tante oder einen schwulen Nachbarn, kennen eine transgeschlechtliche Freundin der Eltern, eine Cousine, die in einer Regenbogenfamilie aufwächst oder sie sind mit lgbtiq Kindern/Jugendlichen befreundet.

Die starke Normierung auf Schulhöfen und in Jugendclubs schränkt auch heterosexuelle und cisgeschlechtliche Kinder und Jugendliche direkt in ihrer Entwicklung ein. Als Junge Gedichte zu schreiben oder als einziges Mädchen zur Physik-AG zu gehen ist häufig undenkbar. Erste sexuelle Erfahrungen können zum Mittel werden, um die eigene Heterosexualität zu beweisen. Persönliche Wünsche und Körpergrenzen kommen dann mitunter erst an zweiter Stelle.

Ein Pluspunkt für alle

Eine sensible Haltung zu sexuellen Orientierungen und geschlechtlicher Vielfalt kann das Lernklima verbessern und alle Schüler_innen in der Entwicklung ihrer Identität unterstützen. Denn wenn es gelingt, in der Klasse eine respektvolle Grundstimmung zu etablieren, bedeutet das Entspannung und mehr persönliche Freiheit für alle.

Die Thematisierung von lgbtiq Lebensweisen ermöglicht es zugleich, grundlegende Fragen zu Antidiskriminierungspolitik, Menschenrechten und Gruppenzugehörigkeiten anzusprechen.

AKTUELLES

16. November 2020

Queeres Kompetenzzenrum in Berlin-Friedrichshain eröffnet

1. September 2020

Wir sind umgezogen!

1. August 2020

COVID-19 oder der Laden läuft…