Zum Hauptinhalt springen

Queere Representation to GO!

Queere, muslimische und queer-muslimisch gelesene Perspektiven


Auf dieser Seite findet ihr eine Sammlung von Personen und Medien, die die vielfältigen Perspektiven queerer, muslimisch gelesener und queer-muslimischer Menschen sichtbar machen – durch Musik, Literatur, Filme, Drag, DJ-Sets und digitale Plattformen

Im Flyer„QR to GO!“ selbst stellen wir sechs tolle Persönlichkeiten und Materialien vor. Hier findet ihr weiterführende Links zu ihren Webseiten, Social-Media-Profilen und Werken – und zu vielen weiteren Perspektiven!

Diese Auswahl ist nicht vollständig. Viele Perspektiven bleiben strukturell unsichtbar. Was wir hier zeigen, ist nur ein kleiner Ausschnitt und bietet vielleicht Anreiz sich weiter auf die Suche zu begeben. Falls ihr Perspektiven vermisst oder auf coole Bücher oder Persönlichkeiten stoßt, schickt sie uns auch gern per Mail. Diese Sammlung soll gern wachsen.
Der Flyer und die Idee wurde in Zusammenarbeit von ABqueer und Sherin Striewe entwickelt.

  • Anthony Hüseyin ist ein*e nicht-binäre*r Musiker*in und Performance-Künstler*in mit kurdisch-türkischem und arabischen Background und arbeitet mit Stimme, Text, Film, Tanz und Installation unter anderem am Maxim Gorki Theater in Berlin.
  • Baran Kok ist ein schwuler, kurdischer Rapper und Künstler, der in Berlin lebt und in Istanbul geboren wurde.
  • Clarissa Bitar ist ein*e palästinensische*r Oud-Spieler*in, Komponist*in und Musiker*in und lebt in den USA.
  • Dua Saleh ist ein*e sudanesisch-US-amerikanische*r nicht-binäre*r Künstler*in, Musiker*in und Schauspieler*in.
  • Ebow ist eine kurdische Rapperin und gehört zu den prägenden Stimmen im deutschen Rap. Ihre Songs sprechen offen über Frauenfeindlichkeit, Rassismus und queeres Leben. In ihrem Song „Ebru’s Story“ erzählt sie von ihrem Outing als lesbisch und berührt damit viele Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und Perspektive.
  • Mashrou‘ Leila (2008–2022) war eine libanesische Indie-Band, die Queerness, Freiheit und gesellschaftliche Tabus thematisierte. Als eine der ersten offen queer geprägten Bands der Region prägten sie die arabische alternative Musikszene nachhaltig und wurden für viele junge Menschen zu einem Symbol für Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Besonders Frontsänger*in Hamed Sinno wurde zu einer wichtigen Stimme queer-muslimischer Repräsentation.
  • NAXÖ ist ein*e ägyptische*r nichtbinäre*r multidisziplinäre*r Soundkünstler*in mit Wohnsitz in Chicago, USA. Die eigene Musik und künstlerische Arbeit beschäftigt sich mit queerer Kultur, Migration, Transness und Postkolonialismus.
  • Nura ist eine in Kuwait geborene Musikerin, Rapperin, Schauspielerin und Autorin, die über ihre Erfahrungen mit Flucht, muslimischer Erziehung, familiären Brüchen und dem Aufwachsen im Kinderheim schreibt und sich heute mit ihrer Kunst sowie ihrem Engagement für LGBTI-Rechte gegen Rassismus, Ausgrenzung und für queere Sichtbarkeit einsetzt.
  • Nxdia  ist ein*e ägyptisch-sudanesische*r, nicht-binäre*r Singer-Songwriter*in und lebt in Manchester, Groß-Britanien
  • Säye Skye ist ein iranisch-kanadischer Rap-Künstler, Produzent und LGBTQ+-Aktivist. Als eine der ersten Personen im postrevolutionären Iran sprach er offen über queere und trans Identität und den Kampf der LGBTQ+-Community um Freiheit und Sichtbarkeit und lebt derzeit in Berlin.
  • The Muslims ist eine BI_PoC und queere Punkband aus den USA.

  • Araf – Un:::Sichtbar – In diesem Buch behandeln und verhandeln 15 queere und muslimische Beitragende unterschiedliche Themen wie Identität, Coming-out, Liebe, Lust und mehr.
  • Die jüngste Tochter von Fatima Daas erzählt von einer jungen muslimischen Frau, die sich gegen patriarchale, rassistische und heteronormative Erwartungen behauptet. Der autofiktionale Roman macht queer-muslimische Lebensrealitäten sichtbar und wurde zu einem wichtigen literarischen Beitrag.
  • Habibitus von Hengameh Yaghoobifarah versammelt politische Kolumnen über Rassismus, Queerness, Migration und deutsche Mehrheitsgesellschaft. Mit Humor, Wut und klarer Haltung kritisiert das Buch rechte Gewalt, diskriminierende Strukturen und normative Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit.
  • Hijab Butch Blues (englisch) von Lanya H erzählt die Geschichte einer queeren muslimischen Frau, die in einem konservativen Umfeld aufwächst und später in die USA migriert. Das Memoir verbindet persönliche Erfahrungen mit queeren Lesarten des Korans und thematisiert Liebe, Community, Rassismus, Islamfeindlichkeit und Widerstand gegen patriarchale Normen.
  • Hundesohn von Ozan Zakariya Keskinkılıç erzählt von Zeko, der zwischen Berlin und Adana, queerer Liebe, Familie und Erinnerung nach Zugehörigkeit sucht. Während er in Berlin schwule Beziehungen und muslimische Identität navigiert, kehren seine Gedanken immer wieder zu Hassan zurück, seiner ersten großen Liebe aus der Türkei.
  • Prinzenbad von Ozan Zakariya Keskinkılıç sind Gedichte in denen es um Beziehungen von Erinnerung und Sprache, von Raum, Körper und Glaube geht: Wie kann Vergangenheit und Gegenwart im Angesicht von Migration und politischer Geografie, von Liebe, Begehren und Gott erzählt werden?
  • Muslim Lesbian Anthology (engilsch) von Teejay Lecapois erzählt die Geschichte der jungen Muslimin Amal Hussein, die sich an der Universität in die jüdische Studentin Haika Livni verliebt. Trotz kultureller, religiöser und gesellschaftlicher Unterschiede entsteht zwischen ihnen eine enge Beziehung, die Themen wie queere Liebe, muslimisch-jüdische Solidarität und den Kampf gegen Vorurteile in den Mittelpunkt stellt.
  • Shababz! Jung. Muslimisch. Selbstbestimmt. Das Graphic Novel von Lana Sirri erzählt von vier jungen muslimischen Menschen, die sich gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und gesellschaftliche Normen behaupten. Die Graphic Novel macht queere, feministische und migrantische Perspektiven sichtbar und steht für Selbstbestimmung, Widerstand und solidarische Communitys.
  • The Queer Arab Glossary (englisch) von Marwan Kaabour versammelt Begriffe, Erfahrungen und Perspektiven aus queeren arabischen Communitys. Das Projekt macht sichtbar, wie Sprache, Identität und Widerstand miteinander verbunden sind, und schafft Raum für selbstbestimmte Narrative jenseits westlicher Zuschreibungen.
  • This Arab is Queer (englisch) herausgegeben von Elias Jahshan, versammelt Texte von 18 queeren arabischen Autor*innen aus der Diaspora und der WANA Region (West Asien und Nord Afrika). Die Anthologie erzählt von Liebe, Migration, Widerstand und Zugehörigkeit und stellt sich gegen westliche Stereotype, Queerfeindlichkeit und rassistische Narrative über arabische Communitys.
  • We Have Always Been Here (englisch) von Samra Habib ist eine autobiografische Geschichte. Als Ahmadi Muslim*in flieht Samra vor Verfolgung aus Pakistan nach Kanada und hat dort mit Ausgrenzung, Rassismus und den Erwartungen ihrer Familie zu kämpfen. Auf der Suche nach dem Selbst, entdeckt Samra die eigene queere Identität, hinterfragt traditionelle Rollenbilder und findet einen eigenen Weg zwischen Glaube, Kunst und Freiheit. Die bewegende Autobiografie handelt von Mut, Selbstfindung, Vergebung und Familie.

  • Druck (ab Staffel 7) – Isi, jung und muslimisch, findet einen eigenen Platz zwischen Freund*innenschaft, queerem Verliebtsein und der eigenen Nicht-binarität.
  • Futur Drei von Faraz Shariat erzählt von Parvis, dem Sohn iranischer Exil-Eltern, der in Deutschland lebt. Während seiner Sozialstunden in einer Unterkunft für Geflüchtete verliebt er sich in den iranischen Geflüchteten Amon und freundet sich mit dessen Schwester Banafshe an.
  • Seyran Ateş: Sex, Revolution and Islam (2021) begleitet die feministische, bisexuelle Aktivistin und Imamin Seyran Ateş bei ihrem Kampf für einen liberalen, geschlechtergerechten Islam. Der Dokumentarfilm zeigt ihren Einsatz gegen patriarchale und fundamentalistische Strukturen sowie für Frauenrechte, sexuelle Selbstbestimmung und LGBTQ+-Sichtbarkeit innerhalb muslimischer Communitys.
  • We are Lady Parts (englisch) erzählt von einer Punkband bestehend aus fünf muslimischen Frauen aus London, die laut, queer und unangepasst gegen patriarchale Strukturen, Rassismus und Islamfeindlichkeit kämpft. Mit wütender Musik, Humor und solidarischer Freundinnenschaft feiert die Serie Selbstbestimmung, Widerstand und queere Community.
  • Queer, trans Frau und Gläubig – das neue Leben als Berfin (ZDF) eine kurze Doku über das Leben und die Arbeit als Sozialpädagogin von Berfin.

  • Adira Party ADIRA ist ein queer-arabisches Party- und Kulturkollektiv aus Berlin, gegründet 2023 von Hassandra und Zuher Jazmati.
  • Kanakistan ist ein postmigrantisches Aktivist*innen- und Kulturprojekt von Taudy Pathmanathan und Tamer Düzyol, das migrantische Perspektiven und politische Themen sichtbar macht. Bekannt wurde das Projekt durch die erste postmigrantische Kunst- und Kulturreihe Thüringens in Erfurt (2016).
  • The Queer Arab Collective ist ein Berliner Kollektiv von und für queere arabische und SWANA (Süd-West-Asien und Nordafrika)-Personen. Mit Community-Events, Kunst, politischer Bildung und kultureller Arbeit schafft das Projekt Räume gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit und stärkt queere arabische Sichtbarkeit, Solidarität und Selbstbestimmung.
  • The Queer Muslim Project ist eine queere muslimische Kultur- und Medienplattform aus Südasien, die mit Kunst, Storytelling und Community-Arbeit gegen stereotype Darstellungen von Muslim*innen und LGBTQIA+-Personen arbeitet. Dort werden Schreibprogramme, Filmförderung, digitale Archive und internationale Kollaborationen angeboten.
  • Queerberg Collective ist ein Berliner Kollektiv von queeren BI_PoC-, migrantischen und muslimischen Künstlerinnen, Aktivistinnen und Kulturschaffenden. Mit Performances, Workshops, Ausstellungen und Community-Arbeit schafft das Kollektiv Räume für Empowerment, dekoloniale Perspektiven und solidarischen Widerstand.

  • @aaro_music DJ und Musikprodzent*in aus Berlin
  • @aurah.jf Queere Performancekunst und Wrestling in Berlin und Hamburg
  • @derdietansu Tansu ist trans Fotograf*in in Berlin.
  • @elyar_kgf Kunst, Aktivismus, Community und Bildung zu Antirassismus und queeren und trans Themen
  • @fatsoftandfree Luise Gonca Demirden lebt in Berlin und spricht über Fettfeindlichkeit und Unterdrückung aus einer queeren, lesbischen und türkisch-migrantischen Perspektive.
  • @habibitus Hengameh Yaghoobifarah ist Aktivist*in, Autor*in, DJ und Podcasthost von dem Podcast „Auf eine Tüte
  • @kurdischekween Berfin Çelebi ist eine Aktivistin, Sozialarbeiterin und Content-Creatorin. Sie setzt sich für Identität, queere Sichtbarkeit und kurdische Selbstbestimmung ein. Indem Berfin offen über ihren Glauben, ihre Familie und ihre Erfahrung als trans Frau spricht, wird sie auf Social Media für viele queere muslimische Jugendliche zu einer Inspiration.
  • Madi Awadalla ist ein*e ägyptisch-deutsche*r transdisziplinäre*r Künstler*in, Schriftsteller*in und Historiker*in mit Sitz zwischen Berlin und Glasgow. In der eigenen Arbeit verbindet Awadalla Forschung, Performance und Storytelling, um queere, dekoloniale Perspektiven auf Erinnerung, Körper und Macht sichtbar zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Community-Arbeit im Bereich sexueller und mentaler Gesundheit sowie auf der Entwicklung von Projekten, die marginalisierte Gruppen stärken und alternative Wissensformen fördern.
  • @marcolinguri Marco Linguri ist ein türkisch-rhomäischer, muslimischer trans Mann, der Bildungsseminare anbietet und Bücher schreibt und Lernspiele veröffentlicht
  • @naanonamak Mina Jawad ist eine deutsch-afghanische Autorin, Bildungsreferentin und Kulturarbeiterin, die zu Postkolonialismus, Migration, Gender und Diaspora arbeitet.
  • @queer.jelabee Shivā Amiri st Performancekünstler*in, Kurator*in & Diversity Trainer*in. Amiri führt Regie, kuratiert Ausstellungen & organisiert Festivals. Das Aufwachsen in Zentralasien politisierte Amiri früh für soziale Gerechtigkeit. Amiris Arbeiten zentrieren De-Kolonialität, Empowerment, Heilung, Gender & Crip Politics.
  • @t_urkishdelight türkische*r Drag Quing aus Berlin


AKTUELLES

10. April 2026

Unser queeres Bildungsprojekt konnte erhalten werden

30. Oktober 2025

Veränderungen bei ABqueer – Website im Umbau

30. Oktober 2025

Neues Projekt bei ABqueer ab 2026: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt schützen – Solidarität gegen Queerfeindlichkeit stärken