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EverydayAllies

Neuer Workshop: Zivilcourage – handlungsfähig bleiben
Unser erster offener EverydayAllies-Workshop findet am 10.10.2026 im Kiezanker 36 statt.
Mehr Infos und Anmeldung →


Solidarität beginnt im Alltag

Queerfeindliche Diskriminierung und Gewalt nehmen seit Jahren stark zu. Gleichzeitig ereignet sich fast jede zweite queerfeindliche Straftat im öffentlichen Raum. Viele Menschen erleben solche Situationen als Zeug*innen, wissen jedoch nicht, wie sie reagieren können oder haben Angst, etwas falsch zu machen. Für Betroffene kann eine solidarische Reaktion entscheidend sein.

EverydayAllies stärkt Zivilcourage im Alltag. Das Projekt qualifiziert Menschen und Einrichtungen darin, queerfeindliche Situationen zu erkennen, angemessen zu reagieren und Betroffene zu unterstützen. Dabei geht es nicht darum, sich selbst in Gefahr zu bringen, sondern Handlungsmöglichkeiten zu kennen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.


Was wir vermitteln möchten

Zivilcourage lässt sich lernen. Unsere Workshops vermitteln Wissen über Queerfeindlichkeit im öffentlichen Raum und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten für solidarisches Eingreifen auf. Dabei betrachten wir Queerfeindlichkeit nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit anderen Formen der Diskriminierung.

Neben konkreten Interventionsstrategien setzen wir uns mit Fragen von Verantwortung, persönlichen Grenzen und diskriminierungssensiblem Handeln auseinander. Ziel ist es, Menschen darin zu stärken, im Alltag solidarisch zu handeln, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.


Gemeinsam handeln im Kiez

Nachbarschaftshäuser sind wichtige Orte der Begegnung und des Austauschs. Gemeinsam mit ihnen bietet EverydayAllies offene Workshops für Anwohner*innen und alle Interessierten an. Die Workshops vermitteln Wissen über Queerfeindlichkeit im öffentlichen Raum und stärken Handlungssicherheit für solidarisches Eingreifen im Alltag. Im Mittelpunkt stehen Zivilcourage, Deeskalation und konkrete Handlungsmöglichkeiten, um Betroffene zu unterstützen.

Was wir anbieten

Was: Workshops zu Zivilcourage und solidarischem Handeln bei queerfeindlicher Diskriminierung

Für wen: Anwohner*innen und alle Interessierten

Wo: Nachbarschaftshäuser

Ort: in Präsenz

Dauer: 4 Stunden

Sprache: Die Workshops finden in deutscher oder englischer Lautsprache statt.


Solidarische Orte im Kiez

Ein solidarischer Kiez braucht Orte, an die sich Menschen in Situationen queerfeindlicher Gewalt oder Bedrohung wenden und kurzfristig Zuflucht suchen können. Deshalb arbeitet EverydayAllies mit Einrichtungen zusammen, die im Kiez gut verankert und leicht erreichbar sind. Dazu gehören beispielsweise Spätis, Cafés, Restaurants, Imbisse oder weitere Geschäfte und Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Dabei orientiert sich EverydayAllies am bestehenden Konzept von Aktion Noteingang und entwickelt dieses für den Umgang mit queerfeindlicher Gewalt weiter. Mitarbeitende der teilnehmenden Einrichtungen nehmen an einer Fortbildung teil und erwerben Handlungssicherheit für den Umgang mit queerfeindlichen Vorfällen. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Einrichtungen einen gut sichtbaren Sticker, der sie als solidarischen Anlaufpunkt bei queerfeindlicher Gewalt ausweist. So wird für Betroffene sichtbar, wo sie in einer akuten Situation Zuflucht suchen können.

Was wir anbieten

Was: Fortbildungen für solidarische Anlaufstellen bei queerfeindlicher Gewalt

Für wen: Spätis, Cafés, Restaurants, Imbisse sowie weitere Einrichtungen und Geschäfte im Kiez

Wo: zunächst in Friedrichshain-Kreuzberg

Ort: vor Ort

Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden

Sprache: Die Fortbildungen finden in deutscher oder englischer Lautsprache statt.


Inhalte der Workshops

Die Workshops vermitteln Fachwissen zu folgenden Themen:

  • Queerfeindlichkeit im öffentlichen Raum erkennen
  • Mehrfachdiskriminierung und die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen verstehen
  • Solidarisches Handeln bei queerfeindlichen Vorfällen
  • Deeskalation und Zivilcourage
  • Unterstützung von Betroffenen ohne paternalistische Handlungsmuster
  • Reflexion persönlicher Grenzen und Verantwortlichkeiten
  • rechtlicher Rahmen und individuelle Handlungsfähigkeit
  • Good Practice Beispiele für solidarisches Handeln im Kiez

Mithilfe biografischer Methoden, Gruppenübungen und Rollenspielen reflektieren die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für Situationen aus ihrem Alltag. Die Workshops verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der Praxis und stärken die Handlungssicherheit für diskriminierungssensibles Eingreifen.


Warum braucht es EverydayAllies

EverydayAllies ist ein Teilprojekt des senatsgeförderten Projekts „Queerfeindlichkeit solidarisch entgegentreten“. Mit dem Projekt trägt ABqueer zur Umsetzung der Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit bei. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Informations- und Trainingsangeboten, die solidarisches Handeln stärken und Menschen dazu befähigen, Betroffene queerfeindlicher Gewalt im Alltag zu unterstützen.

Die ersten Angebote werden in Berliner Kiezen umgesetzt, in denen laut Monitoring queerfeindlicher Gewalt ein besonderer Bedarf besteht. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Friedrichshain-Kreuzberg. Gemeinsam mit der Stadtteilkoordination Friedrichshain-Kreuzberg, Aktion Noteingang und weiteren Kooperationspartner*innen baut Everyday Allies dort ein kiezorientiertes Netzwerk auf.

Neben den Workshops entwickelt das Projekt Good-Practice-Materialien für solidarisches Handeln im öffentlichen Raum, damit die Inhalte langfristig gesichert und auch in weiteren Berliner Bezirken genutzt werden können.


Buchungsanfrage


Sie möchten einen Workshop für Ihre Einrichtung anfragen oder haben Fragen zum Projekt? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht: everydayallies@abqueer.de

Erster offener Zivilcourage-Workshop

Zivilcourage – handlungsfähig bleiben

Queerfeindlichkeit in deinem Kiez nimmt zu. Was kannst du tun?

In diesem kostenlosen Workshop lernen und üben wir gemeinsam, wie wir in queerfeindlichen Situationen handeln können – ohne uns selbst in Gefahr zu bringen.

Der Workshop richtet sich an alle Menschen und besonders auch an diejenigen, die nicht selbst von Queerfeindlichkeit betroffen sind.

Wir beschäftigen uns mit Fragen wie:

  • Wie kann ich handeln, ohne mich selbst zu gefährden?
  • Wie kann ich Betroffene unterstützen?
  • Welche Rolle kann ich selbst übernehmen?
  • Wie kann ich andere aktivieren?

Wann & wo

Samstag, 10.10.2026 · 14–17 Uhr
Kiezanker 36 – Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez
Cuvrystraße 13/14 · 10997 Berlin

Die Teilnahme ist kostenlos.
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Bitte vorher anmelden:
anmeldung@abqueer.de

Barriereinformationen

Der Zugang zum Gebäude ist ebenerdig und barrierearm. Der Zugang erfolgt über die Vordertür. Aufgrund einer Baustelle vor dem Haus ist der Zugang derzeit erschwert, aber weiterhin möglich. Der Weg zum Eingang ist nicht durchgehend breit und gepflastert. E-Rollstühle können den Veranstaltungsort problemlos erreichen.

Im Gebäude gibt es barrierearme Toiletten.

Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt.

Wenn du Fragen zu Barrieren oder bestimmten Bedarfen hast, melde dich gerne vorab bei uns – z. B. wenn du einen Sitzplatz mit höherer Gewichtsbelastbarkeit, Luftfilterung, Masken oder etwas anderes brauchst, das dir die Teilnahme erleichtert. Schreib uns gerne an: anmeldung@abqueer.de

Anreise

U-Bahn: U1 / U3 bis Schlesisches Tor
Bus: 165 / 265

Zivilcourage funktioniert am besten gemeinsam – und nicht allein.

AKTUELLES

15. September 2026

Erster offener Zivilcourage-Workshop von ABqueer im Kiezanker 36

26. August 2026

Workshop-Reihe: Queeres Leben in den Bezirken stärken

10. April 2026

Unser queeres Bildungsprojekt konnte erhalten werden